Erfolgreiche Kundgebung gegen rechte Gewalt in Kirchberg/Murr

Mit bis zu 60 TeilnehmerInnen war die Kundgebung „Ob Halle oder Kirchberg – Kein Meter dem rechten Terror“ vor der evangelischen Kirche ein voller Erfolg. Mit verschiedenen Redebeiträgen, einem Infostisch und kurzweiligen Gesprächen r rechte Provokateur wurde anschließendzwischen antifaschistischen AktivistInnen und KirchbergerInnen bzw. solidarischen Menschen aus den Nachbarorten gelang es, sowohl eine Plattform für fortschrittliche Kräfte aus Kirchberg zu ermöglichen, als auch ein klares Zeichen der Solidarität mit den Betroffen rechter Gewalt und des Protests dagegen.

Trotz der kurzfristigen Mobilisierungszeit nahmen bis zu 60 Menschen an der Kundgebung teil, davon viele direkt aus Kirchberg. Das zeigt, dass es in ländlichen Regionen nicht so sehr darauf ankommt, wie überdurchschnittlich rechts gewählt wird, sondern ob es Kräften gegen Rechts gelingt, fortschrittlich eingestellte Menschen anzusprechen und mit ihnen gemeinsam auf die Straße zu gehen. In unseren Redebeiträgen verurteilten wir klar den mutmaßlichen Brandanschlag, ordneten ihn in das politische Zeitgeschehen ein und belegten das Wechselverhältnis von rechtem Terror und der rassistischen AfD-Propaganda. Diese ist auch in Kirchberg erfahrbar, hier wohnen der Bundestagsabgeordnete Jürgen Braun und der ehemalige baden-württembergische AfD-Schatzmeister Oliver Kral. Es kam beispielsweise zu einem lächerlichen Störversuch aus einem vorbeifahrenden Auto. Dem rechten Provokateur wurde deutlich gemacht, dass er bei der Kundgebung nichts zu suchen hat.

Neben diesen überwiegenden positiven Aspekten fiel das zuständige Ordnungsamt Backnang und die Polizei höchst negativ auf. Mit über 5 Mannschaftswägen, mehreren Streifenwägen, Staatsschützern in Zivil wurde unsere Kundgebung überwacht und sogar längs der Straße eingezäunt. Bei vielen TeilnehmerInnen und Anwohnern stieß das auf großes Unverständnis. Das ist als klarer Einschüchterungsversuch und Gängelung des Kampfes gegen Rechts. Gerade weil es hier um eine Aktion gegen rechte Gewalt geht, legt uns der Staat skandalöser Weise Steine in den Weg. Unser Engagement werden wir dennoch unbeirrt fortsetzen:

Stoppt die rechte Gewalt!
Alle zusammen gegen den Faschismus!

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